SUSECon 2016

Wir waren mit dem Chamäleon in Washington D.C. und haben an der jährlichen SUSECon viel Spannendes gesehen und vor allem den Open Source Spirit erlebt.

Die ansteckende Stimmung, die Nähe zum SUSE-Management, die vielen Techies aber auch die Art und Weise, wie SUSE sich präsentiert sind nur einige der Gründe, warum die SUSECon zu den besten IT-Konferenzen überhaupt gehört – doch schauen Sie selbst.

Rock’n’Roll Baby!

Sich selber nicht all zu ernst zu nehmen und eine Konferenz mit der nötigen Priese Humor zu würzen ist das eine, aber bei der Schluss Keynote ein Cover von R.A.T.M zu spielen, ist nochmlas eine ganz andere Nummer: Coding in the Name of – Rage Against the Machine Parody – yay, so muss das! 😀

SUSE Band - Coding in the Name of

SUSE hat auch dieses Jahr eine entspannte Atmosphäre geschaffen, bei der man sich als Konferenz-TeilnehmerIn nicht in einer Sales-Show wähnt, in der es nur darum geht, Grösse zu demonstrieren. Auch die Konferenz-Goodies (Raspberry Pi 3 mit vorinstalliertem SLE), der Besuch des Nations Air and Space Museums und vielen Techie-Talks zeigen, dass bei den Jungs und Mädels aus Nürnberg die Technik nach wie vor im Zentrum steht.

SUSECon 2016 Konferenz-Goodie

Ankündigungen

Natürlich kamen auch die Ankündigungen nicht zu kurz. Für uns spannend waren insb. folgende Neuigkeiten:

Übernahme von OpenAttic

SUSE hat mit dem OpenAttic-Merger die erste Übernahme einer Technologie-Firma in der mehr als 20 jährigen Firmengeschichte bekannt gegeben und betont, dass weitere strategische Übenahmen in Betracht gezogen werden.

SUSE Enterprise Storage 4

SUSE hat SES 4 angekündigt und dabei folgendes in Aussicht gestellt:

  • Production ready CephFS
  • Integration des ersten Teils der OpenAttic Management Lösung
  • Ankündigung von DeepSea welches OSDs, MONs, iSCSI Gateways, etc. zukünftig über Salt provisionieren wird
  • ARM Support

CaaSP und Kubernetes (k8s)

Omnipräsent war in Washington u.a. auch Kubernetes, welches mit etwas Verzögerung nun offenbar auch seinen Weg ins SUSE Portfolio gefunden hat. Die hauseigene OpenStack Distribution SUSE OpenStack Cloud 7 kann einen Kubernetes Cluster über Heat-Templates direkt deployen.

Mit CaaSP (Container as a Service Platform) hat SUSE zudem eine Lösung angekündigt, welche Kubernetes, Docker und ein eigenes – von SLE abstammendes – MicroOS kombinieren wird.

Saltify all the things

Ebenfalls sehr präsent waren die Lösungen von Salt. SUSE setzt Salt in immer mehr Bereichen ein und es gibt keine Zweifel daran, dass Salt gekommen ist um zu bleiben. Der Speech von Thomas Hatch (Gründer und CTO von SaltStack) in dem die Architektur und die Vorteile von Salt sehr gekonnt aufgezeigt wurden, gehört zu einem der besten Speeches, die wir in den vergangenen Jahren gesehen habe.

SLE SP2

SUSE hat zudem SP2 für SLE 12 angekündigt – unsere Highlights hier sind die Unterstützung für 64Bit ARM sowie NVDIMM. HP hat schon Server mit NVDIMM angekündigt – das wird spannend! 🙂

MSSQL auf SLE

Auch Microsoft war an der SUSECon und was die Redmonder zeigten, war äusserst eindrücklich. Tommy Mullaney hat zum ersten mal öffentlich MSSQL auf SLE gezeigt!

Die wichtigsten Eckdaten:

  • Installation über herkömmliche Pakete, MS bietet Repositories direkt an
  • Management via systemd
  • Command Line Tools für das Management sind alle unter Linux verfügbar
  • Microsoft wird MSSQL auch als Docker Container anbieten
  • Gleicher Support von MS für Linux wie für Windows

Technisch verwendet Microsoft den selben Kniff wie beim WSL, einfach in die andere Richtung. Das heisst, die Binaries sind unter Linux die selben wie unter Windows und ein Layer übersetzt die Syscalls. Offenbar ist der Performance-Impact dabei so gering, dass kein Unterschied spürbar ist.

Fragt sich nur, wie lange es noch dauert, bis Microsoft auch Exchange, AD und IIS für Linux anbietet. 😉

Fazit

SUSECon ist nicht irgend eine Konferenz – SUSECon ist ein grossartiges Get-together einer ausgewogenen Mischung aus Techies, Entscheidungsträgern, Trainern, Doku-Heroes, Partnern, Presse-Leuten und noch vielem mehr.

Tolles technisches Niveau, viel Humor, grossartige Gespräche, gutes Essen, Execs zum Anfassen, gratis Zertifizierungen und v.a. Down to Earth oder kurz: eine Konferenz, von der andere lernen könnten.